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VSBI im Dialog mit der Regionaldirektion

Veröffentlicht von Volkmar Lehnert (admin_2) am 22.03.2021
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Am 17.03.2021 lud die Regionaldirektion Sachsen zum mittlerweile etablierten Format mit dem VSBI, um aktuelle Informationen zu operativen Schwerpunkten ihrer Hochfahrlogik zu geben und zu erfahren, wie sich die für die sächsischen Bildungsdienstleister auf die kommende (Wieder-)Öffnung des Weiterbildungsgeschäftes vorbereitet sehen. Im Kontext der geschäftspolitischen Ausrichtung der Bundesagentur für Arbeit in Sachsen ging es zudem um neue Weiterbildungsbedarfe durch strukturelle Umwälzungen der Arbeitswelt in naher Zukunft.

Seit Anfang des Jahres wird demnach die "Berufsberatung im Erwerbsleben" (BBiE) verstärkt als Ressource genutzt, um durch Qualifizierungsförderung Beschäftigter vorhandene Fachkräftepotenziale auszuschöpfen und das QualifizierungsChancenGesetz umzusetzen. Neben dem Leistungsversprechen im Hinblick auf Kurzarbeitergeld (KuG) sowie dem Fokus auf (Vor-)Abgangsklassen zur Sicherung der Berufsausbildung werden branchenspezifische Schwerpunkte insbesondere bei Handel, Gastronomie und Hotellerie gesetzt.

Die teilnehmenden Bildungsdienstleister stellten einerseits ihre virtuellen und hybriden Formate vor und berichteten von den unternehmensinternen Umstellungsprozessen zur Beschulung ohne Präsenzunterricht sowie von den Hygiene- und Testkonzepten in Vorbereitung auf eine Wiederöffnung in Präsenz. Andererseits wurden auch die Probleme im Hinblick auf Verfügbarkeit von Hardware, Software, Konnektivität und Medienkompetenz bei Teilnehmenden erörtert, insbesondere was das Klientel der Benachteiligten betrifft. Dazu kommt die Problematik einer Kontaktherstellung bis hin zur sozialpädagogischen Bindung mit den Teilnehmenden sowie die Unmöglichkeit einer digitalen Umsetzung handwerklich-praktischer Bildungsinhalte. Die ausschließlichen Wiederöffnungen für Abschlussklassen und Einzelunterricht sind für besonders unterstützungsbedüftige Zielgruppen (z.B. von BVB-Maßnahmen) nur bedingt hilfreich. In diesem Zusammenhang stellte sich auch die Frage nach einer Kostenübernahme für die erhöhten Aufwendungen (z.B. für Testungen) bzw. einer Flexibilisierung der Regularien zur Zertifizierung von Maßnahmen. Außerdem wurde die Option einer Priorisierung von Lehrpersonal bei der Impfstrategie angesprochen.

Seitens VSBI wurde die transparente Kommunikation und konstruktive Zusammenarbeit der Regionaldirektion wertgeschätzt und deren Bedeutung für die regionale Kooperation mit den fachkundigen Stellen (FKS) betont. Außerdem machte der Verband sich an dieser Stelle für eine Gleichbehandlung gegenüber staatlichem Schulwesen und allgemeiner Erwachsenenbildung stark und sprach wiederholt das Thema Notbetreuung an, da sonst Kita-Schließungen die Weiterbildung verhindern - sowohl in virtuellen als auch in Präsenzformaten.

Zuletzt geändert am: 22.03.2021 um 14:14

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